Es ist einer dieser Momente im Leben – Ihr kennt das bestimmt alle. Man geht Essen, bestellt etwas Neues von der Karte und schon ist man verliebt in ein Essen. So ging’s mir mit Ramen!
Durch diese ganze Covid19 Pandemie konnte ich aber auch nicht unbedingt jeden Tag mit meiner Frau und Tochter zum Japaner meines Vertrauens.
Nun ja viele Optionen gab es nicht – Wer Ramen will, muss Ramen kochen. Aber wie geht das? Einige Tage lang, getrieben von der Gier auf Suppe, trieb ich mich auf YouTube rum und schaute unzählige Videos, wie Japaner in winzigen Küchen Ramen kochten. Meine Frau hat mich mal wieder für bekloppt erklärt und nickte nur noch stagnierend, wenn ich ihr zum Xten mal zeigte, wie jemand Gemüse in einen Topf legt.
Es hat noch einige Tage mehr gedauert, bis ich den Mut gefasst habe mich selbst mal an meine neue Leibspeise zu trauen und was soll ich sagen – jo Dat Is Geil!
Rezept
Zum Anfang wasche ich immer einen großen Bund Suppengrün und schneide diesen mit einer Zwiebel und einer Kartoffel in grobe Würfel. Das ganze lege ich (ähnlich stilvoll wie die Japaner auf YouTube) in meinen größten Topf und fülle diesen mit 3,5 – 4 Liter Wasser.
Was auf jeden Fall in die Suppe muss ist Misopaste. Ich habe bei Amazon diese hier probiert und war zufrieden. 5-6 volle Teelöffel gebe ich immer in das Wasser. Das variiert aber auch und manchmal schmecke ich am Ende nochmal damit ab. Weiter gebe ich circa 2 cl Sojasoße mit ins Wasser. Nun kommt der Deckel drauf und das Ganze kann für 2-3 Stunden bei mittlere Hitze kochen.
Das Gemüse stampfe ich jetzt mit einem Kartoffelstampfer klein und lasse die Suppe nochmal 30 Minuten köcheln, bevor ich sie durch ein Sieb in einen zweiten Topf kippe. Das Gemüse hat ausgedient und kann in den Müll.
Als Einlage für die Suppe schneide ich Gemüse in sehr sehr dünne Scheiben. Diese sollten möglichst dünn sein, da das Gemüse fertig garen soll, wenn man es mit der kochenden Suppe übergießt.
- Paprika
- Rettich
- Radieschen
- frische Champignons oder japanische Pilze
- Lauch
- Lauchzwiebel
- Möhren
Meiner Frau bestelle ich immer eine ganz dünne Scheibe Rinderfilet an der Theke, mit der Maschine geschnitten, kleinste Stufe. Die Wurstfachverkäufer und -verkäuferinnen werden euch sehr skeptisch mustern, aber vertraut mir. Das Fleisch schneide ich dann in 2-3 cm breite Streifen – in mundgerechte Portionen.
Jetzt nehme ich zwei Eier und pikse ein Loch hinein. Dann kommen die Eier genau 6 Mintuen in die kochende Suppe. Das Ei ist das Beste.
Zeitgleich zu den Eiern setze ich einen Topf mit Salzwasser für die eigentliche Ramennudel an. Die habe ich auch bei Amazon gekauft. Wenn die Eieruhr noch 1 Minute zeigt, gebe ich die Nudeln ins Wasser und lasse sie so 2 Minuten leicht kochen.
Die Eier hole ich mit einer Kelle aus der kochenden Suppe, schrecke diese sehr sorgfältig ab und schäle sie direkt.
Jetzt sind die Nudeln fertig. Einfach abgießen und direkt in einen tiefen Teller legen. Das dünn geschnittene Gemüse verteile ich außen um die Nudel, ebenso wie das Fleisch. Das Ei schneide ich in der Mitte auf und gebe einen winzigen Schuss Sojasoße genau in das noch flüssige Eigelb.
Die Suppe, welche immer noch sprudelt, gieße ich nun langsam direkt über das rohe Rindfleisch – so wird das dünne Stück Fleisch außen durch und innen rosa.
Einkaufsliste
- Suppengrün
- Zwiebel
- Kartoffel
- Radischen
- Paprika
- Rettich
- Lauch (vom Suppengrün was übrig lassen)
- Lauchzwiebel
- Möhren (einfach ein Stück vom Suppengrün)
- Eier
- eine dünne Scheibe Rinderfilet
- Pilze
- Ramennudeln
- Misopaste
Fazit
Wir essen die Suppe nun schon seit einigen Wochen fast wöchentlich 1-2 mal abends. Falls etwas überbleibt, frieren wir das meistens ein, denn ist der Sut erstmal fertig, ist es eigentlich nur noch Gemüse schneiden und Ramen kochen – perfekt wenn man schnell was leckeres will.
In diesem Sinne – Guten!







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